Tierheilpraktikerin Sandra Sievers

Impfungen können einen zuverlässigen Schutz vor Infektionskrankheiten bieten und eine gute Grundimmunisierung ist für einige Krankheiten durchaus sinnvoll. Doch jede Impfung bedeutet auch einen massiven Eingriff in das Immunsystem Ihres Tieres und kann zum Teil akute sowie chronische Nebenwirkungen hervorrufen. Dabei geht es nicht nur um die eingebrachten Viren oder Bakterien selbst, sondern auch das enthaltene Fremdeiweiß (Allergie) und Zusatzstoffe wie  Quecksilberverbindungen, Öladjuvantien, Formaldehydlösungen und Antibiotika können Probleme verursachen. Daher sollte sorgsam abgewägt werden, welche Impfungen nötig und angebracht sind, um somit die Belastung für Ihr Tier möglichst gering zu halten. Generell kann eine Impfung nur dann ausreichend Schutz bieten, wenn der Körper in der Lage ist, genügend Antikörper zu bilden; dies ist z.B. nicht gewährleistet bei chronischen oder akuten Erkrankungen, bei Jungtieren, solange sie noch mütterliche Antikörper im Blut haben und bei anderweitigen Belastungen des Immunsystems wie Stress, Parasitenbefall, Mangelernährung etc. Der Gesundheitszustand des zu impfenden Tieres sollte also immer berücksichtigt werden, ebenso die Lebensumstände, geplante Reisen ins Ausland sowie ggf. aufgetretene Reaktionen auf frühere Impfungen. Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Impfstoffe für einen weitaus größeren Zeitraum als nur 1 Jahr einen zuverlässigen Schutz bieten, so dass eine jährliche Nachimpfung in Frage gestellt werden muss. Auch gibt es mittlerweile Impfstoffe (z.B. Tollwutimpfung, Staupe), die für einen längeren Zeitraum zugelassen sind. Gerne berate ich Sie zu diesem Thema.

Unter "interessant & wissenswert" finden Sie Informationen zur neuen Richtlinie des WSAVA (Weltbverband der Kleintierärzte) für die Welpenimpfung, die endlich dem aktuellen Stand der Forschung entspricht!

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